Translate

Dienstag, 16. März 2010

Die roten Schuhe

Saskia-Marjanna Schulz


Fast jede Frau hat einen geheimen Wunsch. Mag er gross oder klein – materiell oder immateriell sein – kühn oder eher bescheiden. SIE träumt davon in stillen Stunden, bei bestimmten Anlässen oder auch wenn die Umwelt ihr gerade dieses Thema präsentiert.

Der geheime Wunsch könnte öfter wahr werden, wenn frau wüsste, wie sie das anstellen muss. Und das ist leichter als gedacht. Denn die Hürden bestehen vor allem im Kopf.
Wenn ein Mensch ein bestimmtes Ziel erreicht, dann liegt es weniger daran, wie intelligent er ist. Wichtiger ist: Ich weiss, was ich will. Und: Ich erlaube (!) mir, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.
Damit sind wir schon im Kern des Themas. Frauen neigen oft dazu, sich ihre Wünsche nicht zu gönnen. Die Geschichte des Wunsches beginnt dann oft so: Oh, das würde ich gerne sein oder haben. Und nun folgen die 1000 Gründe, warum das nicht möglich ist. Sie lassen sich zumeist reduzieren auf die Einstellung: Ich bin es nicht wert, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Und damit hängt der Wunsch sozusagen in der Warteschleife wie ein Flieger über dem überfüllten Flughafen von Frankfurt.

Und dort bleibt er nicht selten für alle Ewigkeit.

Es sei denn, frau würde die Kühnheit erlangen, sich selbst wert zu schätzen. Dann könnte sie ihren Wunsch auf die Landebahn holen. Dies ist einfacher als gedacht. Ich habe Frauen erlebt, die wirklich kühne Wünsche realisiert haben: Die einen wollten in fernes Land auswandern, in dem immer die Sonne scheint. Andere wollten nur für ein paar Wochen im afrikanischen Busch arbeiten. Eine wollte nach der Pensionierung noch einen neuen Beruf erlernen – eine andere im Alter jenseits von fünfzig noch als Moderatorin zum Fernsehen gehen.

Der wohl ausgefallenste Wunsch war: einem Jumbo-Jet die Nase küssen zu wollen.

Diese Wünsche sind alle wahr geworden. Selbst der Liebesbeweis für die Boeing 747. Ganz einfach, weil die Frauen wussten, was sie wollten – und am Ball geblieben sind.

Wenn eine Frau weiss, was sie will - und sich selbst wert schätzt - ist der wichtigste Schritt getan. Sie akzeptiert, dass ihr Wunsch wahr wird. Und nun wird sie die Augen offen haben für Chancen und Möglichkeiten. Das ist so ähnlich wie bei einer Urlaubsplanung: Wenn frau weiss, wohin sie will, läuft alles andere fast automatisch ab.

Wie sieht das in der Realität aus? Nehmen wir das Beispiel „auswandern in ein Land, in dem immer die Sonne scheint“. Eine klare Zieldefinition würde dann z.B. heissen: „Im Jahre 2012 (oder entsprechendes Datum) lebe und arbeite ich in Rio de Janeiro!“ Dieses Ziel darf nun verfeinert werden: Wo genau arbeite ich? In welchem Beruf arbeite ich? Will ich in meinem Heimatland alle Brücken abbrechen – oder nur für ein paar Jahre im Ausland arbeiten?
 
Dann folgt der Realitätscheck: Wie sind meine Sprachkenntnisse? Wie gut kenne ich das Land? Fahre ich alleine – oder mit anderen? Mit wem? Usw. Usw. Usw.

Mit dem nun klareren Blick wird das Ziel in kleinere Ziele aufgebrochen. Zum Beispiel: Wenn ich 2012 mit einem festen Job in der Tasche, der Beherrschung der Sprache und der finanziellen Sicherheit in Rio landen werde – was muss ich dann in einem Jahr an kleineren Zielen erreicht haben? Wie ist mein Drei-Monats-Ziel? Wie mein Monatsziel?

Nun kann die reale Planung in die Tat umgesetzt werden. Natürlich darf frau flexibel bleiben und offen sein, für neue Möglichkeiten, die sich etwas anders als geplant zeigen können.

Nicht selten sind es die Barrieren im Kopf, die frau davon abhalten, entsprechend aktiv zu werden. Die Live-Tipps auf der Seite „Pretty Woman Coach“ helfen, die Stolpersteine aus dem Weg zu räumen und den geheimen Wunsch aus der Warteschlange zu befreien.

Erinnern wir uns an Womanizer Casanova. Er hat einmal gesagt: „Wer sich entschieden hat etwas zu tun, und dann an nichts mehr anderes denkt, der überwindet alle Hindernisse.“

Manchmal ist es ein erster Schritt, endlich die roten Schuhe zu kaufen, von denen frau träumt, seit sie acht Jahre alt war.

Lilli Cremer-Altgeld

Am Ende der Sackgasse?

 Saskia-Marjanna Schulz

Manchmal erscheint das Leben wie am Ende einer Sackgasse. Nichts geht mehr. Möglicherweise war ein besonderes Ereignis der Auslöser. Nach dem ersten Schock hat man/frau versucht, wieder alles in Ordnung zu bringen. Zumindest aber zu retten, was noch zu retten ist. Manchmal war selbst das eine Überforderung.
Und man fragt sich: Warum gerade ich?
Die Wissenschaftlerin Erika Schuchardt hat innerhalb ihrer Forschungsarbeiten über 1.000 Krisen des letzten Jahrhunderts analysiert. Dabei hat sie erkannt, wie grosse Sorgen systematisch verarbeitet werden können. Dieses System hat sie in einem Modell dargestellt: Leben lernen in Krisen - als Krisenverarbeitungsmodell.
Nach Schuchardt beginnt eine Krise zumeist mit einem Schock. Der wird hervorgerufen durch einen Auslöser, der das bis dahin in geordneten Bahnen verlaufende Leben völlig verändert. Job-Verlust, Verlust des eigenen Kindes oder des Partners sind solche Auslöser. Zuerst kann man kaum handeln. Denn das, was passiert ist, will man zumeist gar nicht wahrhaben.
Erst langsam kommt der Wunsch danach, sich dem Problem zu stellen. Mit dem Literaturpreis ausgezeichnet und von Experten und Betroffenen weltweit empfohlen, gibt Erika Schuchardt mit ihrem Buch "Warum gerade ich" Menschen in einer Krise einen wertvollen Leitfaden an die Hand.
Dieses Werk und andere Hilfen – vor allem für Frauen – bietet die neue Seite "Pretty Woman Coach".
Hier geht es um Selbstcoaching und darum, die eigenen Stärken für sich zu entdecken und nützlicher zu entwickeln. Damit vor dem Hintergrund von neuer Klarheit das Leben besser gemeistert werden kann.
Informationen, Experten-Tipps und Links können Wegbegleiter sein für ein neues Selbstbewusstsein und eine neu belebte Selbstsicherheit im Leben.
 Lilli Cremer-Altgeld

Montag, 8. März 2010

Zum Weltfrauentag: Managerin Saskia-Marjanna Schulz

Managerin Saskia-Marjanna Schulz

Pretty Woman Coach: 100 Jahre Weltfrauentag. Halten junge Karriere-Frauen einen solchen Tag heute noch für zeitgemäss?
Saskia-Marjanna Schulz: Auf jeden Fall. Solange dieser Tag die Geschlechter zum Nachdenken und im besten Fall Initiative Ergreifen anregt, hat er seine Berechtigung. Wobei der "Tag des Mannes" ebensolche Beachtung verdient.



Pretty Woman Coach: Sie gehören zu den erfolgreichen Managerinnen, die weltweit unterwegs sind. Welche Frauen-Themen sollten aus Ihrer Sicht stärker ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden?

Saskia-Marjanna Schulz: Für mich persönlich, die ich in einem männerdominierten Umfeld arbeite, ist nach wie vor  die andersartige Nutzung der Sprache durch Frauen sowie unser stärker an Harmonie orientiertes Verhalten ein grosses Thema. Wir lassen uns dadurch unbewusst eingrenzen.



Pretty Woman Coach: Wie sehen das Ihre männlichen Kollegen? Was sagen die Männer zu Frauen-Themen und Weltfrauentag?

Saskia-Marjanna Schulz: Die Männer, die ich kenne, äussern sich kaum bis gar nicht zu Frauen-Themen. Entweder sind sie emanzipiert und sehen darin kein diskussionswertes Thema, oder aber sie sind noch in einem überholten Rollenschema verhaftet und scheuen eine Diskussion, die für sie unbequem werden könnte.

Pretty Woman Coach: Über welche Frauen-Themen reden Sie bevorzugt mit Freundinnen und Kolleginnen?

Saskia-Marjanna Schulz: Typische Frauengespräche sind ehrlich gesagt nicht so mein Ding. Ich versuche stattdessen, mit gutem Beispiel, d.h. authentisch und selbstbewusst, voranzugehen. Konkret meine ich damit: Ich finde es wichtig, mich nicht verbiegen zu lassen und mich plötzlich für Autos und Uhren zu interessieren, weil ich sonst nichts mehr zu reden habe mit meinen Kollegen. Wobei ich dieses Phänomen nicht ausschliesslich auf ein männliches Umfeld reduzieren möchte.



Pretty Woman Coach: Wenn Sie für einen Tag deutsche Bundeskanzlerin sein könnten: welche Frauen-Themen würden Sie auf die Agenda setzten?

Saskia-Marjanna Schulz: Für mich steht nach wie vor an erster Stelle das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Kindern. In meinem beruflichen Umfeld löst eine 40jährige, die "noch" schwanger wird, immer noch Irritationen bis hin zu Unbill bei ihren männlichen Chefs aus. Ich wünsche mir an dieser Stelle Verständnis von der ersten Minute an. An zweiter Stelle würde ich auf die Agenda setzen: Wie können wir Frauen unser Leben noch selbstbewusster und selbstverständlicher leben und so allen Menschen um uns ein Vorbild sein?

Saskia-Marjanna Schulz ist deutsch-niederländischer Herkunft. Nach ihrem Studium der Chemie und Mikrobiologie sammelte sie Berufserfahrung in diversen Ländern Europas im verschiedenen Sales- und Marketingpositionen. Heute lebt und arbeitet sie in Zürich als Communications Managerin im Bereich Healthcare. Sie berichtet regelmässig aus der Schweiz für die Zeitung "Die Hochbegabung".

Lilli Cremer-Altgeld sprach für Pretty Woman Coach mit Saskia-Marjanna Schulz.


Donnerstag, 4. März 2010

Kann man erfolgreich sein - auch bei wirklich widrigen Umständen?


Photo: Saskia-Marjanna Schulz



Frage: Kann man erfolgreich sein - auch bei wirklich widrigen Umständen?

 

Antwort: Ja. Das ist möglich. Ein guter Beweis dafür ist die Olympia-Teilnehmerin Tenley Albright. Gehen wir ganz einfach gedanklich zurück in das Jahr 1956: Olympische Winterspiele in Cortina d'Ampezzo in Italien. Die Eiskunstkunstläuferin stürzt beim Training so schwer, dass sie ins Krankenbett muss und nicht mehr trainieren kann und darf. Ihr wird nicht erlaubt, an den Wettkampfvorbereitungen teilzunehmen. Sie müsse sich schonen und erst einmal gesund werden - so der ärztliche Rat.
Jeder normale Mensch wäre jetzt nach Hause gefahren. Jeder normale Mensch hätte sich gefragt: will ich meine Gesundheit weiter aufs Spiel setzen? Aber das waren keine Gedanken von Tenley Albright aus Massachusetts. Die Zwanzigjährige dachte nicht darüber nach, was sie nicht tun konnte. Sie dachte an das, was ihr auf dem Krankenbett noch möglich war zu tun. Aber: was war das schon?


Sie konnte immer noch denken. Und immer noch visualisieren. Und so stellte sie sich immer wieder und immer wieder vor ihrem inneren Auge vor, wie ihre Revue ablaufen sollte. Sie prägte sich also den Bewegungsablauf der Kür ganz genau ein.
Vergebliche Liebesmüh würde jeder klar denkende Mensch sagen.


Aber Tenley liess sich nicht beeinflussen. Sie erinnerte sich: Die Coaches hatten den Sportlern beigebracht ihre Gedankenkraft zu nutzen, um die beste Leistung zu erzielen. Die Coaches behielten Recht - gegen jeglichen gesunden Menschenverstand. Und so wurde Tenley Albright die erste US-Amerikanerin, die bei Olympischen Spielen im Eiskunstlauf die Goldmedaille gewann!

Jahre später sagte Tenley: "Obwohl ich mit dem verletzten Knöchel noch wenige Tage vor Beginn der Spiele nicht einmal richtig auftreten konnte, hatte ich irgendwie das Gefühl, gut in Form zu sein. Inzwischen weiss ich, dass es an den Visualisierungsübungen lag, die ja inzwischen zum Trainingsprogramm der Eisläuferinnen gehören. Damals waren wir hinsichtlich der mentalen Vorbereitung auf reines Erfahrungslernen angewiesen, mussten also durch Versuch und Irrtum den richtigen Weg für uns selbst finden."
Diese und andere Erfolgsmethoden aus dem USOC - dem Nationalen Olympische Komitee der Vereinigten Staaten - habe ich von internationalen Spitzensportlern und Olympia-Coaches in mein Programm integriert.

Mittwoch, 3. März 2010

Sie wollen ent-deckt werden

Photo: Saskia-Marjanna Schulz

Auch die Boote am Zürich-See warten schon auf das Frühjahr - warten auf ihre Ent-Deckung. Und freuen sich auf die neue Saison.

Wie bekommt man Anerkennung?

Photo: Saskia-Marjanna Schulz

Manche Menschen leben noch ‚unter dem Tisch im Keller Ihres eigenen Schlosses’ – so die Metapher eines Berliner Psychologen. Immer wieder treffen Ärzte, Coaches und Therapeuten auf Menschen, die nicht wissen wo
Ihre Talente schlummern.


Erfolgreiche sprechen schon mal von ihrer kristallklaren Sicht auf ihre Begabungen und was sie getan haben, um diese auch leben. Die anderen warten nicht selten ganz heimlich auf die Erlösung und auf den modernen Prinzen oder die Prinzessin. Manche haben die Hoffnung schon aufgegeben.

Coaches erleben in ihrer täglichen Praxis immer wieder, dass Frauen und Männer aller Milieus unterhalb ihrer Möglichkeiten leben. Vor allem Frauen fahren mit “angezogener Handbremse” durch ihr Leben. Wen wundert es, wenn sie unzufrieden sind? Es sind oft starke Frauen, die immer wieder ihre Stärken verbergen und ihr wahres Licht unter den Scheffel stellen. Es gibt viele Gründe, wieso sie dies tun. Fast unbemerkt haben sich gesellschaftlich typische weibliche Denk- und Handlungsmuster in ihr Wesen eingeschlichen. Muster, die sie in ihrer freien Entfaltung hemmen.

Die Psychologin Ursula Nuber spricht von zehn typisch weiblichen Barrieren, deren hemmendes Wirken vielen Frauen gar nicht bewusst ist:
1. Schlechtes Gewissen
2. Falsche Bescheidenheit
3. Schönheitskult
4. Harmoniesucht
5. Überzogene Selbstkritik
6. Perfektionszwang
7. Zu große Empfindlichkeit
8. (Übertriebene) Selbstzweifel
9. Schamgefühle
10.(Klein-)Mädchenverhalten.

Aber auch Männer in besseren beruflichen Positionen leben oft unterhalb ihrer Begabungsgrenze. Warum?

Liegen diesen Verinnerlichungen nicht Sätze zugrunde wie etwa: „Ich bin nicht wichtig.“ Oder: „Ich nehme mich nicht wirklich wichtig.“ Und daraus folgend: „Ich habe nichts Gutes verdient.“ Frauen wie Männer haben Sätze aus ihrer Kindheit bis heute verinnerlicht wie zum Beispiel: „Nimm dich nicht so wichtig. Erst mal die anderen. Schuster bleib bei deinen Leisten. Du musst nicht immer an dich denken. Wir sind eben nur kleine Leute.“ Manche Menschen würden diese Selbsthypnose gerne ablegen, wenn sie nur wüssten: wie?

Es gibt viele Methoden, dies zu tun. Eine Möglichkeit könnte sein: Selbstcoaching. Einfach mal einen freien Tag – zum Beispiel am Wochenende – einlegen und über sich selbst nachdenken. Ein Tages-Seminar mit sich selbst machen. Das Ziel: herausfinden was man/frau besonders gut kann. Was wirklich (!) Freude macht. Mal überlegen: Was mögen meine Freund/innen und Freunde gerne an mir? Mit welchen Worten werde ich oft - oder zumindest hin und wieder - gelobt. Was schätzen Chefs und Kolleg/innen, was meine Lehrer/innen? Und dann die Frage stellen: Werden diese Talente gelebt oder kümmern sie so vor sich hin?

Zur Vorbereitung auf das Tagesseminar mit sich selbst, kann man/frau Freund/innen und gute Bekannte anmailen, mit der Bitte, die genannten Fragen
zu beantworten. Alle anderen fragt man mal beiläufig im Gespräch. Aufschreiben und auf dem Tagesseminar mit sich selbst analysieren. Herausfinden, was einen selbst auszeichnet. In der Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Danach ein eigenes „Fazit“ und „Handlungsempfehlungen an sich selbst“ schreiben.

Es wird Mühe machen - aber die Arbeit lohnt sich. Wer sich selbst wert schätzt, wird Menschen finden, die dies auch tun. Wer am Ball bleibt, sein Augenmerk und seine Arbeit auf seine Ziele richtet, wird erfolgreich sein. Anerkennung folgt dann automatisch.

Willkommen im Schlosspark!
Lilli Cremer-Altgeld

Wie knackt man den Pessimismus-Code?

Photo: Saskia-Marjanna Schulz


Pessimisten küsst man nicht – das sind die Forschungsergebnisse von Martin Seligman, Professor für Psychologie an der University of Pennsylvania/USA klar und deutlich auf den Punkt gebracht. Aber, was unterscheidet einen Optimisten von einem Pessimisten? Seligman nennt vor allem drei Faktoren:

Die Dauerhaftigkeit. Denn Pessimisten glauben, dass unangenehme Ereignisse von Dauer sind. Optimistische Menschen jedoch halten diese Geschehnisse und die damit verbundenen Ursachen für eine Zeiterscheinung. Also für vorübergehend.

Der Geltungsbereich. Pessimisten generalisieren zumeist, wenn sie Miss-Erfolge und Fehlschläge erleben. Optimisten halten den einen oder anderen Miss-Erfolg für ein einmalige Erlebnis. Sie glauben nicht, dass man dieses Erlebnis verallgemeinern kann.

Die Personalisierung. Pessimisten geben schon fast automatisch sich selbst die Schuld, wenn es nicht so klappt wie gewünscht. Pessimistische Menschen haben zumeist ein eher schwaches Selbstwertgefühl und wenig Selbstsicherheit. Optimisten sind häufig mit einem starken Selbstbewusstsein ausgestattet. Sie sehen die Ursachen für Miss-Erfolge eher bei anderen Menschen oder den Umständen des Lebens.

Nun kommt die gute Nachricht: Optimismus kann man - frau - lernen.

Von dieser Lern-Prämisse geht auch Susan Vaughan aus. Sie ist Dozentin für Psychiatrie an der Columbia University und Harvard-absolventin. In ihrem Bestseller "Pessimisten befördert man nicht" erklärt sie: "Optimismus entsteht aus dem inneren Prozess der Stimmungsregulation, und der lässt sich wie andere Prozesse auch durch Übung und ein paar Zaubertricks meistern."

Das Problem: Menschen mit einer Pessimismus-Tendenz können einen positiven inneren Zustand nicht aufrechterhalten! Ihr Selbstbild ist überwiegend negativ. Deshalb erwarten Pessimisten auch negative Ergebnisse. Sie können kaum die Kontrolle über ihre Gefühle entwickeln.

Eine Lösung: Üben Sie mit einem Coach. Ein Coach ist zumeist mit einer solchen Problematik vertraut und kennt die Methoden, wie man langsam aber sicher die Entwicklung vom Pessimismus zum Optimismus erreichen kann. Einen Optimismus mit realistischem Fundament. Man kann lernen, wie ein Optimist zu denken – damit verändert sich das Bild von sich und der Umwelt.

Fazit: Optimismus kann man lernen. Das Küssen kommt dann von alleine.
Lilli Cremer-Altgeld