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Mittwoch, 3. März 2010

Wie knackt man den Pessimismus-Code?

Photo: Saskia-Marjanna Schulz


Pessimisten küsst man nicht – das sind die Forschungsergebnisse von Martin Seligman, Professor für Psychologie an der University of Pennsylvania/USA klar und deutlich auf den Punkt gebracht. Aber, was unterscheidet einen Optimisten von einem Pessimisten? Seligman nennt vor allem drei Faktoren:

Die Dauerhaftigkeit. Denn Pessimisten glauben, dass unangenehme Ereignisse von Dauer sind. Optimistische Menschen jedoch halten diese Geschehnisse und die damit verbundenen Ursachen für eine Zeiterscheinung. Also für vorübergehend.

Der Geltungsbereich. Pessimisten generalisieren zumeist, wenn sie Miss-Erfolge und Fehlschläge erleben. Optimisten halten den einen oder anderen Miss-Erfolg für ein einmalige Erlebnis. Sie glauben nicht, dass man dieses Erlebnis verallgemeinern kann.

Die Personalisierung. Pessimisten geben schon fast automatisch sich selbst die Schuld, wenn es nicht so klappt wie gewünscht. Pessimistische Menschen haben zumeist ein eher schwaches Selbstwertgefühl und wenig Selbstsicherheit. Optimisten sind häufig mit einem starken Selbstbewusstsein ausgestattet. Sie sehen die Ursachen für Miss-Erfolge eher bei anderen Menschen oder den Umständen des Lebens.

Nun kommt die gute Nachricht: Optimismus kann man - frau - lernen.

Von dieser Lern-Prämisse geht auch Susan Vaughan aus. Sie ist Dozentin für Psychiatrie an der Columbia University und Harvard-absolventin. In ihrem Bestseller "Pessimisten befördert man nicht" erklärt sie: "Optimismus entsteht aus dem inneren Prozess der Stimmungsregulation, und der lässt sich wie andere Prozesse auch durch Übung und ein paar Zaubertricks meistern."

Das Problem: Menschen mit einer Pessimismus-Tendenz können einen positiven inneren Zustand nicht aufrechterhalten! Ihr Selbstbild ist überwiegend negativ. Deshalb erwarten Pessimisten auch negative Ergebnisse. Sie können kaum die Kontrolle über ihre Gefühle entwickeln.

Eine Lösung: Üben Sie mit einem Coach. Ein Coach ist zumeist mit einer solchen Problematik vertraut und kennt die Methoden, wie man langsam aber sicher die Entwicklung vom Pessimismus zum Optimismus erreichen kann. Einen Optimismus mit realistischem Fundament. Man kann lernen, wie ein Optimist zu denken – damit verändert sich das Bild von sich und der Umwelt.

Fazit: Optimismus kann man lernen. Das Küssen kommt dann von alleine.
Lilli Cremer-Altgeld